Punta del Este - Cabo Polonio - Santa Teresa

22.12. - 23.12.2018 Paraíso Suizo

Aller Anfang ist schwer - ausser der Anfang ins Campingleben und somit der eigentliche Anfang unserer Reise mit Ernesto.


Bald war Montevideo nur noch im Rückspiegel erkennbar und wir waren in Richtung Ostküste unterwegs. Um uns den Anfang noch etwas leichter zu machen, quartierten wir uns in Paraíso Suizo ein und fühlten uns an der „Calle Berna“ fast wie Daheim. Es gab sogar frisches knackiges Brot. Die vorweihnachtlichen Tage verbrachten wir mit Grosseinkauf, Einrichten, Putzen und Einleben, sodass wir am 24. Dezember bereit waren für die Weiterfahrt.

24.12. - 25.12.2018 Punta del Este

Obwohl die Uruguayer wirklich Ahnung von Landwirtschaft und auch vom Käsemachen zu haben scheinen, gilt für sie der Emmentaler als echter schweizer Käse. Entsprechend schmeckte das Fondue „estilo suizo“, das wir uns am Heiligabend gönnten, etwas stark nach Emmentaler. Es war aber trotzdem herrlich und passte zum Anlass. Zum Dessert und Absacker waren wir bei unseren Nachbarn, Landroots aus Brasilien, eingeladen.


Am nächsten Tag erkundeten wir den Badeort, an dem sich anscheinend die Schönen und Reichen tummeln - Punta del Este. Hier vermischt sich das Wasser aus dem Rio de la Plata mit dem Atlantik. Wahrzeichen des Ortes ist „la Mano en el Arena“, die Zementskulptur, die in Form einer Hand aus dem Sand ragt. Unserer Meinung nach ist Punta del Este, mit den aneinander gereihten Hochhäusern recht unspektakulär. Überzeugen konnte uns lediglich das Hafengelände. Hier warten Seelöwen und Seebären, bis sie einen Happen der Fischabfälle erwischen.

26.12.2018 José Ignacio - Cabo Polonio

Wir folgten der windigen Küstenstrasse mit den vielen Lagunen und Dünen. Einen ersten Halt legten wir beim Leuchtturm von José Ignacio ein bevor wir auf direktem Weg zum Eingangsportal nach Cabo Polonio fuhren.


In dieses winzige, sehr ursprüngliche Fischerdorf an der windumtosenden Küste, gelangt man nur mit einem 4x4 Truck. Es gibt keine Banken und Strom steht hier nur begrenzt zur Verfügung. Wir schlenderten durch das hübsche Dörflein zum Leutturm, wo die Seelöwen der zweitgrössten Kolonie des Landes in der Sonne faulenzen. Mit unseren letzten Pesos leisteten wir uns ein Apéro bevor wir am Strand bei Sonnenuntergang unser delikates Weihnachtsmenu, Brot mit Wurst, genossen. Es wurde Nacht, der Leuchtturm entzündete sein Licht und die Noctilucas wurden sichtbar. Zwar sahen wir das blaue Schimmern dieser Meeresleuchttierchen leider nur ganz schwach, da das Wasser zu kalt war und der Mond ungünstig stand. Der Sternenhimmel über dem fast lichtfreien Cabo Polonia war jedoch toll! Die Frage war nun, wie kommen wir zurück zum Parkplatz, wo Ernesto auf uns wartete? Die letzten Trucks waren weg und die 7 km im unbekannten, finsteren Nationalpark zu Fuss zurücklegen - Nein Danke! Das letzte Geld hatten wir bekanntlich für ein Bier ausgegeben, ein Hostel konnten wir uns also auch nicht leisten... glücklicherweise hatte ein Pickup-Fahrer Erbarmen mit den beiden ungeschickten Schweizern und liess uns auf seiner Ladefläche zurückreiten.

27.12.2018 Punta del Diablo - Santa Teresa NP

Weil es uns die hippiemässigen Fischerdörfer angetan haben, besuchten wir den Aussteigerort Punta del Diablo bevor wir weiter in den Nationalpark Santa Teresa fuhren.

Die Forteleza de Santa Teresa sei die wichtigste Sehenswürdigkeit im Park. Wir fanden die Festung, die im 18. Jahrhundert von den Portugiesen erbaut wurde, mässig interessant und bevorzugten viel mehr die schöne Küste. Ausserhalb des Nationalparks fuhren wir entlang der Laguna Negra bis zu einem wunderschönen Platz zum Übernachten. Die Süsswasserlagune macht ihrem Namen alle Ehre - das Wasser ist tatsächlich schwarz aber trotzdem sauber und bei 36°C eine herrliche Erfrischung.

28.12. - 30.12.2018 Barra de Valizas - Fray Bentos

Barra de Valizas - ein weiteres Hippiedorf. Uns haben jedoch die Dünen gelockt, die hier auf der anderen Seite des Arroyo Valizas in den blauen Himmel ragen. Wir hatten Glück, denn innert Minuten zog eine graue Gewitterfront auf und der Regen prasselte an. Das passte ganz gut, denn so wurde Ernesto vom Staub befreit und wir konnten ohne schlechtes Gewissen einen ganzen Tag von Ost nach West zum Grenzübergang bei Fray Bentos fahren.


Jeder macht mal eine Grenzerfahrung - unsere Erste mit Ernesto dauerte gerade mal 20 Minuten. Auf der anderen Seite der Brücke wartete Argentinien auf uns.

Route

Rating 4 (2 Votes)